Giuseppe Piccolruaz

Die Entscheidung für sein Studium fiel dem gebürtigen Südtiroler bereits vor vielen Jahren leicht. „Nach dem Abschluss der Technologischen Fachoberschule mit Schwerpunkt Maschinenbau in Bruneck (Italien) verspürte ich den Wunsch, mich noch intensiver mit diesem spannenden und vielseitigen Fachgebiet zu beschäftigen. Meine damaligen Sommerpraktika in diesem Bereich zeigten mir zudem, wie wichtig der Bezug zur Praxis ist. Daher war für mich schnell klar, dass ein Studium an der FH Kärnten die richtige Wahl ist.“

Piccolruaz entschied sich für ein Maschinenbaustudium mit der Spezialisierung Energiemaschinenbau am Campus Villach. Seine Bachelorarbeit widmete er der Durchführung von Messungen sowie der Entwicklung von Lösungsvorschlägen zur Reduzierung der Rauchgase eines Biomasseofens. Zusätzlich absolvierte er ein 15-wöchiges Praktikum bei der Firma BIOVAP GmbH.

Nach dem Studium war Piccolruaz zunächst als Projektleiter in einer Schlosserei tätig. Doch das Feld der Forschung und Entwicklung ließ den passionierten Natursportler nicht los. Diese Begeisterung führte den Ingenieur schließlich zum Unternehmen Demaclenko. Dort erlebte Piccolruaz einen entscheidenden Aha-Moment: Bei seinem neuen Arbeitgeber konnte er das an der FH erworbene Wissen optimal in der Praxis anwenden. „Als ich bei Demaclenko im Bereich Forschung und Entwicklung begonnen habe, wurde mir erneut bewusst, wie wichtig der Praxisbezug ist“, erzählt er.

Das Unternehmen DEMACLENKO projektiert, entwickelt, produziert und vertreibt schlüsselfertige Beschneiungssysteme sowie Anlagenkomponenten.

„Die Schneeproduktion ist ein äußerst komplexes Gebiet, das von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Theorie und Praxis stimmen dabei nicht immer vollständig überein. Oft lassen sich Ziele nur durch praktische Versuche erreichen. Genau hier zahlt sich das Wissen aus, das man durch die stark praxisorientierten Lehrveranstaltungen erworben hat“, schätzt er die Ausbildung an der FH bis heute sehr. Dabei verlief sein Studium nicht immer völlig reibungslos.

Gerade zu Beginn stellten wissenschaftliche Arbeiten in deutscher Sprache eine gewisse Herausforderung dar. Dank der Unterstützung seiner Studienkolleg*innen konnten diese Anfangsschwierigkeiten jedoch rasch überwunden werden.

Heute blickt Giuseppe Piccolruaz auf eine sehr schöne Studienzeit an der FH Kärnten zurück. Ein Studium an einer Fachhochschule in Kärnten kann er daher wärmstens empfehlen: „Man erhält einen sehr guten Einblick in den späteren Arbeitsalltag eines Ingenieurs. Durch die vielfältigen Lehrveranstaltungen wird man optimal darauf vorbereitet und kann nach dem Studium direkt ins Berufsleben starten.“